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Warum Bioenergie & Biokompost

BENC, das Bio Energie Centrum in Mertingen, ist im Umkreis von Donau-Ries einer der fortschrittlichsten Biogas-Anlagen. Die Vorteile gegenüber dem Einsatz von fossilen Brennstoffen zur Energiegewinnung: der C02-Ausstoß bei der Verbrennung von Biogas entspricht exakt der Menge, den die Planzen während ihres Wachstums aus der Atmosphäre entnommen haben. Dadurch entsteht ein ausgeglichener C02-Haushalt, weswegen Bioenergie ein wichtiger Faktor ist in der zukünftigen Energieversorgung. Wir verwerten nachwachsende Rohstoffe die aus Privathaushalten und von der Industrie kommen: Anstatt diese nur auf Mülldeponien zu kippen, nutzen wir diese, um Energie zu produzieren und am Ende auch noch wertvollen Kompost als Endergebnis zu erzielen. Wir hoffen, dass Sie diese Argumente überzeugen und Sie bzw Ihre Firma uns zukünftig unterstützt für eine grünere Zukunft. Auf dieser Webseite haben wir einige Daten und Fakten zusammengestellt die für Sie interessant sein dürften.

  • Das Statistische Bundesamt hat Zahlen veröffentlicht die belegen: Bürger setzen verstärkt auf Erneuerbare Energien und schadstoffarme Technik, und dieser Trend macht sich beim Schadstoffausstoß bemerkbar.
  • 618 Millionen Tonnen wurden in Deutschland durch die privaten Haushalte freigesetzt. Wobei der direkte Anteil "nur" etwa ein Drittel beträgt, vor allem durch das Heizen und Autofahren.
  • Die anderen zwei Drittel sind indirekt entsanden, beispielsweise bei der Erzeugung von Gütern.
  • Wobei hier ein Drittel des C02 -Ausstoßes dem Ausland zuzuordnen ist. So beträgt der Pro-Kopf Ausstoß 7,5 Tonnen. Zum Vergleich: Im Jahre 2000 betrug dieser noch 8,0 Tonnen.
  • Das Statistische Bundesamt aus Wiesbaden erklärt diesen Rückgang vor allem mit einer weiteren Verbreitung von mit Erdgas betriebenen Heizungen und Dieselfahrzeugen. Eine Rolle spielen aber auch die Erneuerbaren Energien, gerade Bezug nehmend auf die Stromerzeugung.
  • Hier können nicht nur die privaten Haushalte auf Ökostrom setzen und ihren Beitrag zu einem geringeren C02-Ausstoß leisten. Da zwei Drittel des Pro-Kopf-C02-Ausstoßes indirekt entstanden sind, bei der Herstellung von Konsumgütern, macht der Ausbau der Erneuerbaren Energien hier besonders viel aus. Denn in etwa die Hälfte des C02-Ausstoßes in diesem Segment ist auf die Stromerzeugung zurückzuführen.
  • Diese Zahlen zeigen: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien hat einen nachhaltigen Effekt, einer der gleich in Tonnen messbar ist. So ist der C02-Ausstoß pro Kopf der privaten Haushalte in Deutschland von 654 Millionen Tonnen in 2000 auf 618 Millionen Tonnen in 2009 zurückgegangen.
  • Sicherlich, dass jeder Bundesbürger 7,5 Tonnen C02 erzeugt, ist immer noch eine fast unvorstellbare Zahl. Mit einem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien, einer höheren Akzeptanz von grünem Strom und anderen positiven Entwicklungen dürfte dieser Wert jedoch weiter sinken.


bioenergie

GERUCH UND GERÄUSCHE

Durch die Vergärungsprozesse im Fermenter verringert sich die Geruchsintensität bei der Ausbringung von Gülle und Mist erheblich. Geruchsemissionen aus Biogasanlagen können nur dann auftreten, wenn die Biomasse vor oder nach dem Prozess nicht sachgerecht gelagert wird, der biologische Prozess aus dem Gleichgewicht kommt oder schlecht vergorenes Material auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht wird. Die korrekte Anlagenplanung und die kontrollierte Betriebsführung rücken deshalb immer mehr in den Vordergrund der Projektierung von Biogasanlagen. Die Lagerung der Biomasse hat nicht unmittelbar etwas mit Biogas zu tun, sondern ist eine Frage der optimierten Stofflogistik vor Ort.

Analog zu den Geruchsemissionen ist auch der Bereich der Lärmemissionen über entsprechende rechtliche Vorgaben ausreichend geregelt. Biogasanlagen müssen demnach die gesetzlichen Grenzwerte einhalten. Durch erfahrene Planer und die richtige Standortwahl, die Verwendung geräuscharmer Komponenten (zum Beispiel schallisolierte BHKW-Räume oder Antriebe) und Schallschutzmaßnahmen (Erdwall, Einhausung, Gebäudeanordnung, etc.) lassen sich Probleme frühzeitig vermeiden.

VERKEHRSAUFKOMMEN

Biogasanlagen erfordern eine gewisse Logistik, um die Biomasse an die Anlagen zu transportieren und die Gärprodukte auf die landwirtschaftlichen Flächen auszubringen. DiesesVerkehrsaufkommen ist mit der klassischen Landwirtschaft vergleichbar und wird deshalb mit Biogasanlagen nicht erhöht: Die Anbauflächen würden auch ohne Biogasanlage bewirtschaftet werden und die Gülle fällt in der Viehhaltung ohnehin an. Entsprechend der aktuell verfügbaren Transporttechnik lässt sich der Lieferverkehr mehr und mehr auf wenige Fahrten und kleine Zeitfenster reduzieren. Eine dauerhafte Belastung aufgrund ineffizienter Transportlogistik ist somit nicht mehr notwendig.

Frühzeitig mit der Planung der Anlage sollte ein Logistikkonzept (Anfahrt, Umgehungen, etc.) abgestimmt werden. Betreiber und Anwohner sollten sich über maximale Lenkzeiten in den Nächten, angepasste Geschwindigkeiten und andere freiwillige Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrs abstimmen. Das vermeidet potenzielle Verkehrsbelastungen schon in der Planungsphase und schafft Vertrauen und Akzeptanz bei der Bevölkerung.

FARBE INS FELD

In Anbetracht der begrenzt zur Verfügung stehenden Anbauflächen von Energiepflanzen werden effiziente Anbausysteme bevorzugt. Da derzeit der Mais die höchsten Biomasseerträge mit gleichzeitig hoher Nährstoff- und Wassereffizienz verbindet, findet eine verstärkte Nutzung dieser Pflanze auch im Bereich Biogas statt. Die Pflanzenzüchtung arbeitet mit Hochdruck an weiteren Pflanzensorten und Anbausystemen wie beispielsweise dem Zweikulturnutzungssystem, dem Mischanbau und der Untersaaten. Je nach Boden, Klima und Agrarstruktur stehen teilweise gleichwertige Alternativen zur Verfügung: Rüben, Getreide, Ackergräser und ähnliches.

Auf Initiative des Fachverbandes Biogas werden Programme zur Erhöhung der Artenvielfalt wie Blühstreifen und Lerchenfenster weiter vorangetrieben und wirkungsvoll in die Praxis umgesetzt. Unter der Überschrift "Farbe ins Feld" will der Fachverband und seine Mitglieder damit sowohl zur optischen Auflockerung des Landschaftsbildes als auch zum Erhalt der heimischen Tierwelt beitragen.

TELLER UND TANK

Aktuell werden in Deutschland rund 600.000 der insgesamt 17 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche für Biogas genutzt. Realistische Prognosen und Untersuchungen gehen von einer potenziell nutzbaren Fläche von drei bis vier Millionen Hektar aus - ohne die Lebensmittelherstellung zu gefährden. ln Zeiten ruinöser Agrarpreise und Überkapazitäten am Lebensmittelmarkt sorgt die Flächennutzung zu energetischen Zwecken für eine Preisstabilisierung in der Landwirtschaft. Damit ist eine gleichzeitige Nutzung der Fläche für Teller und Tank nicht nur problemlos möglich - sie ermöglicht den landwirtschaftlichen Betrieben langfristig eine sichere Existenz und realistische Agrarpreise.

ANLAGENSICHERHEIT

Biogasanlagen werden nach geltenden gesetzlichen Grundlagen gebaut und betrieben. Zudem werden sie in regelmäßigen Abständen gewartet und lnstand gesetzt. Erst nach erfolgter Prüfung durch eine befähigte Person oder eine zentrale Genehmigungsbehörde geht eine Biogasanlage in Betrieb. Bei der Prüfung wird der ordnungsgemäße Zustand der Biogasanlage unter anderem hinsichtlich Montage, Installation und Aufstellungsbedingungen geprüft. Werden diese gesetzlichen Rahmenbedingungen umgesetzt, besteht bei einer Biogasanlage keine Verpuffungs- beziehungsweise Explosionsgefahr.

Da eine Biogasanlage aufgrundder Verfahrensweise ein geschlossenes System darstellt, ist die Bildung eines explosionsfähigen Gemisches im Normalbetrieb unwahrscheinlich und bei richtiger Umsetzung des gesetzlichen Rahmens nahezu auszuschließen.

ENERGIEBILANZ

Biogasanlagen weisen eine eindeutig positive Energiebilanz auf. Von einem Hektar Energiepflanzen können vier bis sechs mal so viele fossile Energieeinheiten ersetzt werden wie beim Anbau der Biomasse und bei der Biogaserzeugung verbraucht werden. Kommen Abfall- und Reststoffe zum Einsatz, verbessert sich diese Bilanz noch weiter.